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Neue Antwort auf die HU-oder-FU-Frage

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(Blick aus der Schreibtischbatterie am Kennedy-Institut.)

Fragte man uns, wo wir studieren, antworteten wir mit: «Berlin!» Kannte Gegenüber dieses «Berlin!» etwas besser, folgte i. d. R. die Frage: «HU oder FU?» (übersetzt: «Humboldt oder Freie Universität?») Wir FU-Studenten gaben dann ein knappes «effu» von uns. Mehr ein Laut als ein Wort. Schliesslich war die Frage in etwa so relevant wie die, ob man im Hinter- oder Vorderhaus seiner Strasse wohnt. Hauptsache Berlin!

Jetzt aber haben wir, und nur wir!, eine Mail von unserem Präsidenten erhalten, in der es heisst: «Wenn Sie an dieser [jetzt exzellenten] Freien Universität Ihren Abschluss gemacht haben, werden Ihre Zukunftschancen im Beruf noch besser sein als zuvor. Denn: Die Frage, an welcher Universität jemand studiert hat und graduiert wurde, ist für den Erfolg im Berufsleben auch international immer wichtiger geworden.» Lernziele bis zum Master werden damit erweitert um: «Auf Frage nach Studienort sofort mit ‘Freie Universität Berlin!’ zu antworten!»

Aber auch sonst trägt sich das Gütesiegel «Exzellenz-Universität» ganz gut. Das angenehme an diesen staatlich verordneten Labels ist möglicherweise, dass man sie nicht weiter ernst zu nehmen braucht. Die hängt man sich um den Hals wie ein Punk den Mercedes-Stern. Und T-Shirts mit der Aufschrift «Elitestudent (sic!)» werden wir wohl demnächst unter unseren Wollpullovern tragen.

Nicht zu beneiden sind in dieser Hinsicht Studierende von so was wie Harvard. Lässt deren Studienort eigentlich noch die geringste Ironie zu? Wahrscheinlich sagen sie auch deshalb immer nur «meine Universität» oder «an unserer Universität…», wenn sie eigentlich ihre Harvard University in Cambridge, Massachusetts, meinen (ein Bescheidenheitskitsch, bei dem man als FU-Student ständig Gefahr läuft, verständnisvoll zu nicken und so was zu sagen wie: «Kann ich voll und ganz nachvollziehen. Ist an meiner Universität genauso. – Wo ich studiere? In Ber… pardon: der Freien Universität Berlin natürlich!» – worauf Gegenüber aus Cambridge, Massachusetts, ebenfalls verständnisvoll nickt).

Aber doch doch, eigentlich mag ich die Effu. Vor allem meine kleine graue Schreibtischbatterie, die, wäre ich ein Tier, als definitiv nicht artgerecht klassifiziert würde, einem aber ermöglicht, sich auf nichts anderes als seine Bücher zu konzentrieren. Und das sogar dann, wenn rundherum alles Baustelle ist. Wenn einem die Schlagbohrmaschinen ihre Sonaten vorspielen und sie dabei vom Kammerorchester Kiss FM begleitet werden, wenn sich die Bauherren in aller Öffentlichkeit streiten, wie diese Freie Universität einmal ausschauen soll, oder wenn an meiner Studienordnung schon wieder, wieder und wieder, herum geschraubt wird. Ärgerlich ist eigentlich nur, dass es mittlerweile auch in dieser abgeschiedensten Ecke der Welt Internet gibt. Und dass man Mails erhält, in denen es heisst, dass die Frage, wo jemand studiert hat, für den Erfolg im Berufsleben immer wichtiger geworden sei. Und dass man sich dann immer denkt: «Oh bitte bitte, packt mich doch einfach in diese Schreibtischbox ein, macht Klebeband rundrum, eine Briefmarke drauf und beschriftet das Paket mit Cambridge, Massachusetts!» Und sollte noch jemand fragen, wo ich studiert habe: «Baustelle!» ist die Antwort.

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October 29, 2007. Uncategorized. No Comments.
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“Für die Freiheit der Wissenschaft”, heisst es.

Ein internationales Team von mehr als hundert Wissenschaftler* hat in diesen Tagen eine – wie soll man sagen? – «Schrift» veröffentlicht. In Berlin. In einer Tageszeitug. Auch hinter diesem Link zu finden. Und auch hier und hier und hier wurde darüber berichtet, sowie hier und hier.

Zumindest an einem ihrer Befunde könne, so schreiben die Forscher, «kein Zweifel» bestehen. Zwei so schlichte Worte mögen zunächst überraschen. Erhabenheit über alle Zweifel ist in Publikationen von Wissenschaftlern eigentlich eher ungewöhnlich (wenn auch in der Debatte über die Klimaerwärmung wieder salonfähig geworden). Hier sind nun aber die Forschungsgegenstände, mit denen sich die Autoren beschäftigt haben, nicht Proben aus dem arktischen Eis oder Messungen der Ozonschicht, sondern Gerüchte, die ihnen «zu Ohren gekommen» seien. Das Datenmaterial bildet für einmal auch nicht eine quantitative Erhebung oder wissenschaftliche Recherche, sondern die Berichterstattung u.a. von Spiegel Online, der Berliner Zeitung und der Berliner Morgenpost. Und wenn ich richtig verstanden habe wurde dieses Material mit der ebenfalls eher unkonventionellen Methode der «tiefen Sorge» analysiert. Mit dem Befund, dass die wissenschaftliche Freiheit in Gefahr sei.

Klingt besrogeniserregend. Nur weiss ich nicht, ob aufgrund des Befunds, dass die Freiheit der Wissenschaft in Gefahr sei, oder weil Wissenschaftler auf der Basis von Gerüchten für diesen Befund argumentieren. Und gilt diese Schrift, immerhin von mehr als hundert Wissenschaftlern unterschrieben, eigentlich als wissenschaftliche Literatur, die man in seinen Hausarbeiten zitieren und deren Argumentationsweise man übernehmen darf? Entspricht sie den «Standards wissenschaftlicher Qualität», gegen die der Präsident der Freien Universität verstossen haben soll?

Morgen, Mittwoch 17. Oktober, veranstaltet meine Fachschaft einen Informationsnachmittag zum Thema. Anwesend wird auch Prof. Lehmkuhl sein, Vizepräsidentin der Freien Universität. Vielleicht wird es von studentischer Seite gelingen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

Leider kann ich selbst nicht mit dabei sein. Ich bin gerade in der Schweiz, um bei den Parlamentswahlen meine Stimme gegen politische Polarisierung in die Urne zu werfen. Ich kann so was einfach nicht leiden.

* Prof. Dr. Björn Ahl, City University of Hong Kong, China; Prof. Dr. Elmar Altvater, FU Berlin; Prof. Dr. James R. Barrett, University of Illinois, USA; Prof. Dr. Rudolph Bauer, Universität Bremen; Dr. Andreas Baumer, Universität Rostock; ao. Prof. Dr. Joachim Becker, Wirtschaftsuniversität Wien; Dr. Heidi Beirich, Southern Poverty Law Center, Montgomery/AL, USA; Prof. Dr. Fernando Sabate Bel, Universidad de La Laguna, Teneriffa, Spanien; Dr. Bernd Belina, Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzig; Prof. Dr. Suzanne Bergeron, University of Michigan, USA; Visiting Prof. Dr. Susan Bernofsky, Sarah Lawrence College, Bronxville/NY, USA; Dr. Matthias Bernt, UFZ Leipzig; Prof. Dr. Hans-Jürgen Bieling, Universität Marburg; Prof. Dr. Susanne Binas-Preisendörfer, Universität Oldenburg; Dr. Renate Bitzan, Universität Göttingen; Dr. Volker Böge, University of Queensland, Australien; Dr. Susanna Böhme-Kuby, Universität Venedig, Italien; Prof. Dr. Dieter Boris, Universität Marburg; Prof. Dr. Ulrich Brand, Universität Wien; Prof. Dr. Neil Brenner, New York University, USA; Prof. Dr. Peter D.G. Brown, SUNY/New Paltz, USA; Prof. Dr. Michael Brie, Rosa-Luxemburg-Stiftung; Prof. Dr. Micha Brumlik, Universität Frankfurt a.M.; Dr. Katja Brunkhorst, ITEM (CNRS/ENS), Paris; PD Dr. Achim Brunnengräber, FU Berlin; Dr. Asta von Buch, TU Berlin; Prof. Dr. Andreas Buro, Universität Frankfurt a.M.; Dr. Christoph Busch, Universität der Bundeswehr Hamburg; Prof. Dr. Christoph Butterwegge, Universität Köln; Dr. Peter Clausing, Mitglied der Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken Deutschland GmbH, Bieberach; Dr. Gareth Dale, Brunel University, London, GB; Prof. Dr. Mike Davis, University of California, Irvine, USA; Prof. Dr. Alex Demirovic, TU Berlin; Prof. Dr. Frank Deppe, Universität Marburg; Prof. Dr. Hans-Ulrich Deppe, Universität Frankfurt a.M.; Dr. Helga Dickow, Arnold Bergstraesser Institut, Freiburg; Prof. Dr. Drekonja-Kornat, Universität Wien; Prof. Dr. Klaus Eder, HU Berlin; Prof. Dr. Michael Edwards, University College London UCL, GB; Dr. Stefanie Ehmsen, FU Berlin; Prof. Dr. Helmut Fehr, AGH Krakau, Polen; Prof. Dr. Sonja Fritzsche, lllinois Wesleyan University, USA; Prof. Dr. Georg Fülberth, Universität Marburg; Prof. Dr. Hajo Funke, FU Berlin; Dr. Christina Gerhardt, Fulbright Scholar, Hamburger Institut für Sozialforschung; Prof. Dr. Thomas Gerlinger, Universität Frankfurt a.M.; Prof. Dr. Günter Giesenfeld, Universität Marburg; Dr. Thomas Greven, FU Berlin; Visiting Prof. Dr. Gundolf Graml, Bucknell University, Lewisburg/PA, USA; Prof. Dr. Peter Grottian, FU Berlin; Prof. Dr. Walter Grünzweig, Universität Dortmund; apl. Prof. Rüdiger Hachtmann, TU Berlin; Prof. Dr. Frigga Haug, Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik; Prof. Dr. Wolfgang Fritz Haug, FU Berlin; Dr. Corinna Hauswedell, Evangelische Akademie Loccum; Dr. Michael Heinrich, FHTW Berlin; Dr. Andreas Hejnol, University of Hawaii at Manoa, Honolulu, USA; Prof. Dr. Gudrun Hentges, Hochschule Fulda; Prof. Dr. Kevin R. Hicks, Alabama State University, USA; Prof. Dr. Anna Holian, University of Chicago, USA; Dr. Andrej Holm, HU Berlin; Prof. Dr. Kurt Hübner, University of British Columbia, Vancouver, Kanada; Prof. Dr. Thomas O. Hueglin, Wilfrid Laurier University, Waterloo/ON, Kanada; Prof. Dr. Jörg Huffschmid, Universität Bremen; Dr. Renate Hürtgen, Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam; Prof. Dr. Bob Jessop, Lancaster University, GB; Prof. Dr. Praveen Jha, Jawaharlal Nehru University, Neu-Delhi, Indien; Prof. Dr. Thomas Kalinowski, Ewha Womans University, Seoul, Korea; Dr. John Kannankulam, Universität Frankfurt a.M.; Prof. Dr. Roger Keil, York University, Toronto, Kanada; Dr. Fabian Kessl, Universität Bielefeld; Prof. Dr. Eiichi Kido, Universität Osaka, Japan; Prof. Dr. Eva Kimminich, Universität Freiburg; Prof. Dr. Stefan Kipfer, York University, Toronto, Kanada; Dr. Philipp Klaus, Universität Zürich; Prof. Dr. h.c. Karlheinz Koppe, Bonn; Prof. Dr. Reinhart Kößler, Arnold Bergstraesser Institut, Freiburg; Prof. Dr. Ekkehart Krippendorff, FU Berlin; Dr. Gregor Kritidis, Universität Hannover; Prof. Dr. Hans-Jürgen Krysmanski, Universität Münster; Prof. Dr. Klaus R. Kunzmann, Universität Dortmund; Prof. Dr. Sabine Lang, University of Washington, Seattle, USA; Dr. Niels Lange, Geschäftsführer Stiftung Westfalen-Initiative; Dr. Ines Langemeyer, BTU Cottbus; Prof. Dr. Andrew Lawrence, University of Edinburgh, GB; Dr. Klaus Lederer, FHVR/FHTW Berlin; Prof. Dr. Ute Lehrer, York University, Toronto, Kanada; Dr. Christiane Leidinger, FU/HU Berlin; Prof. Dr. Sara Lennox, University of Massachusetts, USA; Prof. Dr. Peter Marcuse, Columbia University, NY, USA; Prof. Dr. Kathleen McAfee, San Francisco State University, USA; Dr. habil. Henning Melber, Dag Hammarskjöld Stiftung in Uppsala, Schweden; Prof. Dr. Birgit Mahnkopf, Fachhochschule für Wirtschaft Berlin; Prof. Dr. Erwin Marquit, University of Minnesota, USA; Prof. Dr. Mohssen Massarrat, Universität Osnabrück; Prof. Dr. Hugh P. McDonald, New York City College of Technology, CUNY, USA; Prof. Dr. Sabine von Mering, Brandeis University, Waltham/MA, USA; PD Dr. Tadzio Müller, Universität Kassel; Prof. Dr. Wolf-Dieter Narr, FU Berlin; Dr. Klaus Naumann, Hamburger Institut für Sozialforschung; Prof. Dr. Ursula Neuerburg-Denzer, Concordia University, Montreal, Kanada; Prof. Dr. Andreas Noelke, Universität Frankfurt a.M.; Prof. Dr. Anna Lisa Ohm, College of St Benedict/St John’s University, St Joseph/MN, USA; Prof. Dr. Claus Offe, HU Berlin/Hertie School of Governance; Prof. Dr. Norman Paech, Universität Hamburg; Prof. Dr. Benita Parry, University of Warwick, Coventry, GB; Prof. Dr. Jamie Peck, University of Wisconsin-Madison, USA; Dr. Deike Peters, TU Berlin; Prof. Dr. Eva Pils, Hongkong, China; Prof. Dr. Jan M. Piskorski, Uniwersytet Szczeciski, Stettin, Polen; Dr. Helmut Pollähne, Universität Bremen; Prof. Dr. Karin Priester, Universität Münster; Prof. Dr. Brigitte Wehland-Rauschenbach, FU Berlin; Dr. habil. Jan Rehmann, Union Theological Seminary, New York; Dr. Tilman Reitz, Universität Jena; PD Dr. Norbert Reuter, RWTH Aachen; Visiting Prof. Dr. Leo Riegert, Denison University, Granville/OH, USA; Prof. Dr. Rainer Rilling, Universität Marburg; Prof. Dr. Stewart M. Robinson, Case Western Reserve Univ., Cleveland/OH, USA; Prof. Dr. David Roediger, University of Illinois, USA; Dr. Regina Römhild, Universität München; Dr. Jens Rolff, University of Sheffield, GB; Prof. Dr. Roland Roth, Hochschule Magdeburg-Stendal; Prof. Dr. Rolf Rosenbrock, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung; Prof. Dr. Werner Ruf, Universität Kassel; Prof. Dr. Saskia Sassen, Columbia University, NY, USA; Prof. Dr. Birgit Sauer, Universität Wien; Prof. Dr. Albert Scherr, Pädagogische Hochschule Freiburg; Prof. Dr. Karin Schittenhelm, Universität Siegen; Dr. Regina Schleicher, Universität Frankfurt a.M.; Dr. Klaus Schlichtmann, Sophia-Universität, Kioi-cho?, Japan; Dr. Stefan Schmalz, Universität Kassel; Prof. Dr. Ingo Schmidt, Athabasca University, Kanada; Prof. Dr. Oliver Schmidtke, University of Victoria, Kanada; Dr. Rolf Schmucker, Universität Frankfurt a.M.; PD Dr. Karen Schönwälder, FU Berlin; Prof. Dr. Peter Schöttler, FU Berlin und CNRS, Paris; Dr. Florian Schui, University of London, GB; Prof. Dr. Herbert Schui, Universität Hamburg; Prof. Dr. Susanne Schunter-Kleemann, Universität Bremen; Prof. Dr. Allen J. Scott, University of California, Los Angeles, USA; Prof. Dr. Dieter Senghaas, Universität Bremen; Prof. Dr. George Snedeker, SUNY/College at Old Westbury, USA; Prof. Dr. Klaus Steinitz, Berlin; Dr. Amy Kepple Strawser, One Otterbein College, Westerville/OH, USA; Prof. Dr. Katrin Sieg, Georgetown University, Washington D.C., USA; Dr. habil. Renate Steinitz, ZAS, Berlin; Dr. Peter Strutynski, Universität Kassel; Prof. Dr. Gerhard Stuby, Universität Bremen; Dr. Anton Tantner, Universität Wien; Prof. Dr. Bernhard H. F. Taureck, TU Braunschweig; Prof. Dr. Hans-Günter Thien, Universität Münster; Prof. Dr. Paata Tsnobiladze, Tbilisi State University, Tiflis, Georgien; Dr. Andreas Umland, Nationale Taras-Schewtschenko-Universität Kiew, Ukraine; Dr. Elena Vacchelli, Open University, GB; Prof. Dr. Jeff Vahlbusch, University of Wisconsin – Eau Claire, USA; Prof. Dr. Klaus Weber, FH München; Dr. Anja Weiß, Universität München; Prof. Dr. Dee Wernette, Lewis University, Romeville/IL, USA; Prof. Dr. Rosemarie Will, HU Berlin; Dr. Jens Wissel, Universität Frankfurt a.M.; Dr. Markus Wissen, IRS Erkner und FU Berlin; Dr. Volker Woltersdorff, FU Berlin; Prof. Dr. Jerry Zaslove, Simon Fraser University, Burnaby/B.C., Kanada; Prof. Dr. Bodo Zeuner, FU Berlin.

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October 16, 2007. Uncategorized. No Comments.
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Wiederbegonnene Winterzeit

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Falscher Mond über dem U-Bahnhof Thielplatz und ein echter Sonnenaufgang in meinem Zimmer (als gelernter Kunsthistoriker erwartet man die Welt da draussen eigentlich etwas romantischer):

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October 4, 2007. Uncategorized. No Comments.
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Blogs an der FU: Und was ist mit mir? :-(

In diesen Tagen ist die 8. Ausgabe des «AStA Info» erschienen. Eine Berta von Block berichtet darin über Bloggs, Bloggs, die sich «im weitesten Sinne mit (Hochschul-)Politik an der Freien Universität Berlin» befassen.

Thematisiert wird zunächst der Blog des AStA, dessen Ziel es sei, «den Informationsfluss zwischen AStA und Studierenden […] zu etablieren». In diesem Blog ist auch von Blocks Blogg-Beitrag publiziert worden. Ihn zu lesen erfordert allerdings ein Passwort, das uns Studierenden unbekannt ist («wirsindhelden» ist es nicht und «h-asta-lavictoria» auch nicht; laut AStA-Info soll es 5432 sein; funktioniert das nur bei mir nicht? warum überhaupt einen einen Blog-Eintrag mit einem Passwort schützen?). Es folgen eine Vielzahl weiterer Weblogs von mehr oder weniger Unterhaltungswert (vor 9 Monaten den letzten Beitrag publiziert zu haben bedeutet: weniger Unterhaltungswert).

Mein Blog wird hingegen nicht erwähnt. :-( Und das, obwohl auch ich mich mit Politik an der Freien Universität Berlin befasse. So habe ich als einziger das Verschwinden der AStA-Brauerei kommentiert, «Spiegel Online» Insider-Informationen über den Besuch des Komitees der Exzellenzinitiative zugeschoben (u.a. Toilettensprüche aus dem Friedrich-Meinecke-Institut, welche auch zitiert worden waren), die neue Skulptur beim Henry-Ford-Bau als das entlarvt, was sie ist, den O-Ton des Audioguide der Philologischen Bibliothek publiziert und den ersten Film über die Bibliothek des Kennedy-Instituts gedreht (wenn auch letztres selbst im weitesten Sinne nicht politisch war).

Andererseits erhielt sogar der «Dieter-Lenzen Fanclub» einen Platz in der Liste, dessen im weitesten Sinne satirische Webpräsenz seit drei Monaten «in Kürze» entstehen wird. Auf dem dazugehörigen Blog sind seither immerhin drei Beiträge erschienen. Der erste hatte verkündet, dass dies «der Beginn einer starken Zukunft» sei. Im zweiten bat man um Mithilfe am Projekt. Der dritte kommentierte, anlässlich des 30. Todestags von Elvis Presley, die «Vorschläge des AStA zur Einrichtung von speziellen Studiengängen mit Elvis-Bezug». Auf den vierten sind wir gespannt.

Richtigstellung in eigener Sache:

Ein anderer Betrag des «AStA Info» widmet sich der von Studierenden initiierten «Studierbarkeitsumfrage», deren Fragebögen vor einigen Monaten an unserer Universität kursierten. Ich hatte seinerzeit meine Gründe dargelegt, weshalb ich mich nicht an ihr beteiligen werde.

Im Bericht heisst es nun, dass die Liberale Hochschulgruppe (LHG) «in ihrem Blog mehrfach Fehlinformationen» über die Umfrage in Umlauf gebracht habe, «etwa, dass die Umfrage vom AStA initiiert sei».

Für die Verbreitung dieser spezifischen Fehlinformation bin allerdings einzig und allein ich verantwortlich (und hatte mich auch in der darauf folgenden Diskussion dafür entschuldigt). Die LHG hat lediglich darauf hingewiesen, dass der AStA die Umfrage materiell unterstützt hat.

Meine Kritik an der Studiebarkeitsumfrage war, um das nochmals zu wiederholen, dass wenn ich den Fragebogen ausgefüllt hätte, mein Studiengang als «nicht studierbar» eingestuft worden wäre. Nun haben wir gewiss einige Probleme mit unserem Master-Studiengang. Trotzdem mag ich ihn ausserordentlich.

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October 3, 2007. Uncategorized. 2 Comments.
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